Eine neue Mitte für Köln Porz

Wo seit 2009 bis zu seinem Abriss im Juli 2018 das Hertie-Gebäude am Friedrich-Ebert-Platz leer stand, wird eine neue Mitte im Herzen des Stadtbezirks errichtet: Im Juni 2016 wurde die moderne stadt GmbH von der Stadt Köln mit der Entwicklung und der Revitalisierung des Friedrich-Ebert-Platzes betraut. Ziel ist es, die Porzer Innenstadt durch den Abriss des ehemaligen Hertie-Gebäudes und die damit einhergehende Freilegung des gesamten Areals baulich neu zu ordnen und den zentralen Platz aufzuwerten. Dadurch wird die Fläche für Porzer Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher des Stadtteils wieder attraktiv gestaltet.

Im Herbst 2017 begannen die Arbeiten mit umfassenden Entkernungsmaßnahmen am Hertie-Gebäude und dem Reisebüro auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Nach Abschluss dieser Arbeiten wurde in einem ersten Schritt das Reisebüro abgebrochen. Von Februar bis Juli 2018 wurden alle oberirdischen Teile des Hertie-Gebäudes abgerissen und in diesem Zuge auch die darunterliegende Tiefgarage abgetragen. Der vollständige Abriss der Tiefgarage  wird voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Planung

Ein Plan für die Neue Mitte Porz

Die Planungen sehen auf dem bisherigen Friedrich-Ebert-Platz drei freistehende Gebäude inklusive Tiefgaragen vor. Insgesamt werden so auf rund 18.000 m² Bruttogrundfläche Einkaufsmöglichkeiten, Wohnraum und Raum für kirchliche Nutzungen geschaffen. Die Attraktivität der Porzer Innenstadt wird durch einen Supermarkt, diverse kleinere Einzelhandels- und Gastronomieflächen gesteigert. Außerdem entstehen rund 130 Wohnungen, wobei hier ein Anteil von 30 Prozent öffentlich geförderten Wohnraums vorgesehen ist.

Ob sich der Vorschlag umsetzen lässt, durch einen Abriss auch des Dechant-Scheben-Hauses die Pfarrkirche St. Josef wieder freizustellen, ist noch offen.

Das Gesicht der Neuen Mitte Porz

Im ersten Schritt wird das Haus 1 sowie das Verteilerbauwerk von moderne stadt realisiert und von JSWD Architekten geplant. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2019 angesetzt.

Für die Gestaltung der Häuser 2 und 3 wurde im Frühjahr 2018 ein mehrstufiges Qualifizierungsverfahren mit insgesamt zehn Architekturbüros durchgeführt. Im Juni prämierte das Preisgericht die Siegerentwürfe für die Häuser 2 und 3:

Für Haus 2 setzte sich der Entwurf des Büros Molestina Architekten durch. Bauherr von Haus 2 ist die Sahle Wohnen GmbH & Co. KG, die im Dezember 2017 das entsprechende Baufeld erwarb. Der Bauantrag für Haus 2 wird voraussichtlich im Frühjahr des Jahres 2019 gestellt.

Preisträger für Haus 3 ist das Büro Kaspar Kraemer Architekten. Der Kauf des Baufeldes erfolgte im Juni 2018 durch die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, die Haus 3 realisieren wird. Die Stellung des Bauantrags erfolgt voraussichtlich bis zum Sommer des Jahres 2019.

moderne stadt GmbH – federführend für die Entwicklung der Neuen Mitte Porz

Als Stadtentwicklungsgesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln realisiert moderne stadt GmbH seit mehr als 40 Jahren Projekte in der Domstadt. Dazu zählt neben großen Stadtentwicklungsmaßnahmen wie der Quartiersentwicklung auch die Errichtung von Wohn- und Bürohäusern.

Weichenstellung durch die Stadt Köln

Im Jahr 2014 hat die Stadt Köln das ehemalige Hertie-Gebäude erworben, um eine Neugestaltung des Porzer Innenstadtkerns voranzutreiben und ein lebendiges Innenstadtzentrum in Porz zu schaffen. In diesem Zuge beauftragte die Stadt Köln zudem moderne stadt GmbH mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie, die diese gemeinsam mit JSWD Architekten GmbH & Co. KG im Jahr 2015 entwickelte.

Aus dieser Studie resultierten vier mögliche Varianten zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, die im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung der Bürgerschaft und den politischen Gremien vorgestellt und gemeinsam diskutiert wurden. Schlussendlich fiel die Entscheidung des Rats der Stadt Köln entsprechend dem Bürgervotum auf die Variante mit Hertie-Abriss und Neuordnung des Areals mit Geschäfts- und Wohngebäuden sowie einer Tiefgarage.

Im Juni 2016 wurde moderne stadt GmbH durch die Stadt Köln mit der Umsetzung der beschlossenen Ergebnisse und der Revitalisierung der Porzer Innenstadt betraut.

Als rechtliche Grundlage für die Umsetzung des städtebaulichen Konzeptes ist die Schaffung von Baurecht mittels eines Bebauungsplans erforderlich. Den Beschluss, einen solchen zu erarbeiten, fasste der Stadtentwicklungsausschuss im März 2016. Vorgaben für die Weiterentwicklung, unter Berücksichtigung der Anregungen aus der Öffentlichkeit, wurden vom Stadtentwicklungsausschuss im Juni 2016 beschlossen. Im Frühjahr 2018 erfolgte die Offenlage des Bebauungsplans. Der Beschluss des Rats über den Bebauungsplan für die Neue Mitte Porz folgte im Herbst 2018. Damit wurde die planungsrechtliche Grundlage für die weitere Entwicklung der neuen Porzer Mitte geschaffen.

Die Stadt Köln erteilte der modernen stadt GmbH im Dezember 2018 die Baugenehmigung für die Errichtung von Haus 1 sowie das Verteilerbauwerk, das die Tiefgaragen der einzelnen Häuser 1 bis 3 unterirdisch miteinander verbinden wird.

Meilensteine

7. Juni 2019: Grundsteinlegung Haus 1

In einem feierlichen Rahmen und in Anwesenheit der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker wurde am 7. Juni 2019 der Grundstein für Haus 1 gelegt.

Mai 2019: Abschluss des freiraumplanerischen Wettbewerbs

In einem freiraumplanerischen Gestaltungswettbewerb für die Porzer Innenstadt hat das Preisgericht die Siegerentwürfe festgelegt: Die Landschaftsarchitekten club L94 werden die freien Flächen rund um die Neue Mitte Porz gestalten.

März 2019: vollständige Erstellung der Baugrube

Die Fertigstellung des Verbaus ist erfolgt, die Baugrube ist vollständig erstellt. Nun kann der Bau von Haus 1 samt Verteilerbauwerk beginnen.

Januar 2019: Start des freiraumplanerischen Wettbewerbs

Die Stadt Köln führt einen freiraumplanerischen Ideenwettbewerb durch, um die konkrete Gestaltung der Freiräume in der Porzer Innenstadt zu definieren. Die Flächen der Neuen Mitte Porz sind darin als sogenannter Realisierungsteil beinhaltet, der zeitnah umgesetzt wird.

Dezember 2018: moderne stadt erhält Baugenehmigung für Haus 1

Die Stadt Köln erteilt der moderne stadt GmbH die Baugenehmigung für die Errichtung von Haus 1 und das Verteilerbauwerk, das die Tiefgaragen der einzelnen Häuser unterirdisch miteinander verbinden wird. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2019 geplant.

Juli 2018: Vollständiger Abriss des Hertie-Gebäudes

Der letzte oberirdirsche Teil des Hertie-Gebäudes am Friedrich-Ebert-Platz wird abgetragen.

Juni 2018: Abschluss des Qualifizierungsverfahrens – Das Gesicht wird erkennbar

In einem Qualifizierungsverfahren mit insgesamt zehn Architekturbüros ermittelt das Preisgericht die Siegerentwürfe für die Häuser 2 und 3: Preisträger für Haus 2 ist das Büro Molestina Architekten, Sieger für Haus 3 ist das Büro Kaspar Kraemer Architekten. Die Entwürfe für die Häuser 2 und 3 sowie die Planung für Haus 1 werden im Juli 2018 im Bezirksratshaus Porz öffentlich ausgestellt.

April 2018: Bauantragseinreichung Haus 1

Der Bauantrag für Haus 1 und das Verteilerbauwerk wird bei der Bauaufsicht der Stadt Köln zur Prüfung und Genehmigung eingereicht. Mit dem Baubeginn wird Anfang 2019 gerechnet.

März 2018: Abriss des Herties

Mit Hilfe eines Longfront-Baggers wird das ehemalige Warenhaus Stück für Stück abgebrochen.

Februar 2018: Start Abbruch der Tiefgarage, Durchbruch zur Hauptstraße

Der Abbruch der Tiefgarage mit schwerem Gerät beginnt. Die Flügelwand zur Hauptstraße wird niedergelegt und so der Zuweg zum ehemaligen Hertie geschaffen, um hier mit dem Abbruch zu starten.

Ende November 2017: Der Abbruch beginnt

Nach Einrichtung der Baustelle und Stellung des Bauzauns startet im Hertie-Gebäude die Entrümpelung. Mit Kleinbaggern werden Gegenstände und Teile der Gebäudetechnik in Container verfrachtet und abtransportiert.

7. Oktober 2017: Abbruchgenehmigung und „Tschüss Hertie“

Im Rahmen des Porzer Herbstfests verabschiedet sich ganz Porz von dem ehemaligen Warenhaus. Zeitgleich erhält die moderne stadt GmbH offiziell die Abbruchgenehmigung durch die Stadt Köln.

15. September 2017: Eröffnung Projektbüro

Am Friedrich-Ebert-Platz eröffnet die moderne stadt GmbH ein Projektbüro zur Information von Bürgerinnen und Bürgern sowie als Arbeitsraum.

Juli 2017: Informationen zur Abbruchplanung

In einer Informationsveranstaltung im Bezirksrathaus Porz stellt die moderne stadt GmbH der Öffentlichkeit die Planung für den im Herbst 2017 beginnenden Abriss von Hertie-Gebäude, Tiefgarage und Reisebüro vor.

2016: Betrauung durch die Stadt Köln

Die Stadt Köln beauftragt die moderne stadt GmbH mit der Umsetzung der ausgewählten Planung zur Revitalisierung der Innenstadt von Köln Porz. Umgehend startet die moderne stadt GmbH mit der präzisierenden Planung und Vorbereitung der Umsetzung „Neue Mitte Porz“.

Februar 2016: Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan

Am 18. Februar 2016 findet die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan Revitalisierung Innenstadt Köln Porz statt. Hier wird das zwischenzeitlich weiter ausgearbeitete städtebauliche Konzept für den Friedrich-Ebert Platz vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutieren mit den Fachleuten über die Planungen und bringen ihre Ideen ein.

Die Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung fließen in die weitere Bearbeitung des Bebauungsplans ein.

September 2015: Ratsbeschluss zum Planungskonzept

Im September 2015 beschliesst der Rat der Stadt Köln als Grundlage zur weiteren Entwicklung entsprechend dem Votum von Öffentlichkeit und Bezirkspolitik das städtebauliche Planungskonzept Variante B 1 der Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Innenstadt Köln-Porz. Diese sieht eine städtebauliche Neuordnung des Friedrich-Ebert-Platzes mit drei Baukörpern und Handels- sowie Wohnnutzung vor.

Um das Konzept umzusetzen ist die Schaffung neuen Planrechts erforderlich, so dass in den folgenden Monaten die Neuaufstellung eines Bebauungsplans beschlossen wird.

2014-2015: Erstellung der Machbarkeitsstudie

Die Stadt Köln beauftragt moderne stadt GmbH mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Innenstadt Köln-Porz. Gemeinsam mit JSWD Architekten GmbH & Co. KG werden vier Varianten ausgearbeitet, die sowohl eine Erhalt sowie einen Abriss des ehemaligen Hertie-Kaufhauses betrachten.

Im März 2015 wird die Studie vor Ort vorgestellt und diskutiert. Die Teilnehmenden sprechen sich eindeutig für den Abriss des ehemaligen Hertie-Kaufhauses aus.

2014: Erwerb des Hertie-Gebäudes durch die Stadt Köln

Die Stadt Köln erwirbt das ehemalige Hertie-Kaufhaus, um der fortschreitenden Verödung der Porzer Mitte entgegen wirken zu können. Perspektiven für die Zukunft des Friedrich-Ebert-Platz sollen in einer Studie entwickelt werden.
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