Eine neue Mitte für Köln Porz

Wo seit 2009 bis zu seinem Abriss im Juli 2018 das Hertie-Gebäude am Friedrich-Ebert-Platz leer stand, entsteht die Neue Mitte Porz im Herzen des Stadtbezirks: Im Juni 2016 wurde die moderne stadt GmbH von der Stadt Köln mit der Revitalisierung des Friedrich-Ebert-Platzes betraut. Ziel ist es, nach Abriss des ehemaligen Hertie-Gebäudes das gesamte Areal baulich neu zu ordnen und den zentralen Platz aufzuwerten. Der Friedrich-Ebert-Platz wird für Porzer Bürger und Besucher wieder attraktiv und bietet Raum für Leben in der Mitte. So ist die Neue Mitte Porz ein Impuls für die künftige Entwicklung des Porzer Bezirkszentrums, die gesamthaft im Intergierten Stadtentwicklungskonzept Porz Mitte betrachtet wird.

Nachdem im Herbst 2017 die Abbrucharbeiten mit umfassenden Entkernungsmaßnahmen am Hertie-Gebäude und dem Reisebüro auf dem Friedrich-Ebert-Platz begannen, steht Haus 1 bereits seit August 2020 im Rohbau und schließen sich die weiteren Gewerke nun an. Bauherrin ist hier moderne stadt GmbH. Der Bau von Haus 2 (Bauherrin Sahle Wohnen GmbH & Co. KG) und Haus 3 (Bauherrin Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH) startet voraussichtlich im Herbst 2020 und die Neugestaltung der öffentlichen Flächen am Friedrich-Ebert-Platz beginnt 2021. Bis zum Frühjahr 2023 soll die Errichtung der neuen Mitte Porz weitgehend abgeschlossen sein.

Planung

Die Planung konkret

Auf dem Friedrich-Ebert-Platz werden drei freistehende Gebäude inklusive Tiefgaragen. Insgesamt werden auf rund 18.000 m² Bruttogrundfläche Einkaufsmöglichkeiten, Wohnraum und Raum für kirchliche Nutzungen geschaffen. Die Attraktivität der Porzer Innenstadt wird durch einen Supermarkt sowie kleinere Einzelhandels- und Gastronomieflächen gesteigert. Es entstehen rund 130 Wohnungen, wobei hier mehr als 30 Prozent dieser als öffentlich geförderter Wohnraum realisiert wird.
Doch die Neue Mitte Porz steht für mehr als drei neue Gebäude: Die neuen Nutzungen beleben das Zentrum auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten. Ein neuer, ansprechend gestalteter öffentlicher Platz steigert die Aufenthaltsqualität und gibt Raum zufällige Begegnungen, Veranstaltungen und Feste. All diese Bausteine machen die Neue Mitte Porz zu einem attraktiven Anlaufpunkt im ganzen Stadtbezirk.

Die einzelnen Bausteine der neuen Mitte Porz sind von hoher planerischer und architektonischer Qualität. Das sog. Haus 1, welches entlang der Hauptstraße von moderne stadt GmbH realisiert wird ist von JSWD Architekten GmbH & Co. KG geplant.

Für die Gestaltung der Häuser 2 und 3 wurde im Frühjahr 2018 ein mehrstufiges Qualifizierungsverfahren mit insgesamt zehn Architekturbüros durchgeführt. Im Juni 2018 prämierte das Preisgericht die Siegerentwürfe.

Für Haus 2 setzte sich der Entwurf des Büros Molestina Architekten GmbH durch.

Preisträger für Haus 3 ist das Büro Kaspar Kraemer Architekten GmbH.

Die Gestaltung des öffentlichen Raumes wurde in einem „Freiraumplanerischen Ideenwettbewerb für die Innenstadt von Köln – Porz mit Realisierungsteil (Friedrich-Ebert-Platz)“ qualifiziert. Als Preisträger dieses Wettbewerbs benannte das Preisgericht clubL94 LanschaftsArchitekten GmbH, die die Planung des öffentlichen Raums in der Neuen Mitte Porz nun fortführen.

Projekthistorie

Nach mehrjährigem Leerstand des Hertie-Gebäudes am Friedrich-Ebert-Platz erwarb im Jahr 2014 die Stadt Köln dieses, um eine Neugestaltung der Porzer Mitte voranzutreiben und ein lebendiges Bezirkszentrum zu schaffen. In diesem Zuge beauftragte die Stadt Köln moderne stadt GmbH mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie, die gemeinsam mit JSWD Architekten GmbH & Co. KG im Jahr 2015 erstellt wurde.

Aus dieser Studie resultierten vier mögliche Varianten zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, die im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung der Bürgerschaft und den politischen Gremien vorgestellt und gemeinsam diskutiert wurden. Schlussendlich fiel die Entscheidung des Rats der Stadt Köln im September 2015 entsprechend dem Bürgervotum auf die Variante mit Hertie-Abriss und Neuordnung des Areals mit Geschäfts- und Wohngebäuden sowie einer Tiefgarage.

Als planungsrechtliche Grundlage für die Umsetzung des städtebaulichen Konzeptes wurde in den folgenden Jahren ein Bebauungsplan erarbeitet und im November 2018 vom Rat der Stadt Köln beschlossen.

Im Juni 2016 wurde moderne stadt GmbH mit der Revitalisierung der Innenstadt Köln Porz durch Beschluss des Rates der Stadt betraut. Sie ist federführend für die Entwicklung der Neuen Mitte Porz auf den zugehörigen Grundstücksflächen. Der Abbruch der Bestandsbauten, die Herrichtung der Baufelder, die Errichtung von Haus 1 inkl. Verteilerbauwerk sowie die Erstellung der öffentlichen Flächen ist im Wesentlichen ihre Aufgabe. All diese Bausteine bilden die Grundlage für die Schaffung einer attraktiven Neuen Mitte Porz, die im stetigen Dialog mit den Akteuren vor Ort seit Beginn der Planung gelingt.

Meilensteine

Oktober 2020: Erteilung der Baugenehmigungen für die Häuser 2 und 3

August 2020: Abschluss Rohbauarbeiten zu Haus 1

Der Abbau des Baukrans markiert symbolisch den Abschluss der Rohbauarbeiten zu Haus 1.

Herbst 2019: Bauantragsstellung Häuser 2 und 3

Die Bauherren des Haus 2 (Sahle Wohnen) und des Haus 3 (ASWG) reichen die Bauanträge zur Prüfung und Genehmigung bei der Stadt Köln ein.

Juni 2019: Grundsteinlegung Haus 1

In einem feierlichen Rahmen und in Anwesenheit der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker wird am 7. Juni 2019 der Grundstein für Haus 1 gelegt.

April 2019: Abschluss des freiraumplanerischen Wettbewerbs

Das Preisgericht kürt im freiraumplanerischen Wettbewerb für Porz-Mitte. club L94 wird die Flächen rund um die Neue Mitte Porz gestalten.

März 2019: Abschluss der Abbrucharbeiten und Baubeginn Haus 1

Die Abbruch- und Verbauarbeiten sind fertiggestellt. Mit der Einrichtung der Baustelle beginnt der Bau von Haus 1.

Januar 2019: Start des freiraumplanerischen Wettbewerbs

Die Stadt Köln lobt einen freiraumplanerischen Ideenwettbewerb aus, um die Gestaltung der Freiräume in der Porzer Innenstadt zu definieren. Die Flächen der Neuen Mitte Porz sind darin als sogenannter Realisierungsteil beinhaltet, der im Zuge der Realisierung umgesetzt wird.

Dezember 2018: moderne stadt erhält Baugenehmigung für Haus 1

Die Stadt Köln erteilt der moderne stadt GmbH die Baugenehmigung für die Errichtung von Haus 1 und das Verteilerbauwerk, das die Tiefgaragen der einzelnen Häuser unterirdisch miteinander verbinden wird. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2019 geplant.

November 2018: Satzungsbeschluss Bebauungsplan

Der Rat der Stadt Köln beschließt den Bebauungsplan „Revitalisierung Innenstadt Köln-Porz“ als planungsrechtliche Grundlage der Entwicklung.

Juli 2018: Vollständiger Abriss des Hertie-Gebäudes

Der letzte oberirdirsche Teil des Hertie-Gebäudes am Friedrich-Ebert-Platz wird abgetragen.

Juni 2018: Abschluss des Qualifizierungsverfahrens – Das Gesicht wird erkennbar

In einem Qualifizierungsverfahren mit insgesamt zehn Architekturbüros ermittelt das Preisgericht die Siegerentwürfe für die Häuser 2 und 3: Preisträger für Haus 2 ist das Büro Molestina Architekten GmbH, Sieger für Haus 3 ist das Büro Kaspar Kraemer Architekten. Die Entwürfe für die Häuser 2 und 3 sowie die Planung für Haus 1 werden im Juli 2018 im Bezirksratshaus Porz öffentlich ausgestellt.

April 2018: Bauantragseinreichung Haus 1

Der Bauantrag für Haus 1 und das Verteilerbauwerk wird bei der Bauaufsicht der Stadt Köln zur Prüfung und Genehmigung eingereicht. Mit dem Baubeginn wird Anfang 2019 gerechnet.

März 2018: Abriss des Herties

Mit Hilfe eines Longfront-Baggers wird das ehemalige Warenhaus Stück für Stück abgebrochen.

Februar 2018: Start Abbruch der Tiefgarage, Durchbruch zur Hauptstraße

Der Abbruch der Tiefgarage mit schwerem Gerät beginnt. Die Flügelwand zur Hauptstraße wird niedergelegt und so der Zuweg zum ehemaligen Hertie geschaffen, um hier mit dem Abbruch zu starten.

November 2017: Der Abbruch beginnt

Nach Einrichtung der Baustelle und Stellung des Bauzauns startet im Hertie-Gebäude die Entrümpelung. Mit Kleinbaggern werden Gegenstände und Teile der Gebäudetechnik in Container verfrachtet und abtransportiert.

Oktober 2017: Abbruchgenehmigung und „Tschüss Hertie“

Im Rahmen des Porzer Herbstfests verabschiedet sich ganz Porz von dem ehemaligen Warenhaus. Zeitgleich erhält die moderne stadt GmbH offiziell die Abbruchgenehmigung durch die Stadt Köln.

September 2017: Eröffnung Projektbüro

Am Friedrich-Ebert-Platz eröffnet die moderne stadt GmbH ein Projektbüro zur Information von Bürgerinnen und Bürgern sowie als Arbeitsraum.

Juli 2017: Informationen zur Abbruchplanung

In einer Informationsveranstaltung im Bezirksrathaus Porz stellt die moderne stadt GmbH der Öffentlichkeit die Planung für den im Herbst 2017 beginnenden Abriss von Hertie-Gebäude, Tiefgarage und Reisebüro vor.

Juni 2016: Betrauung durch die Stadt Köln

Die Stadt Köln beauftragt die moderne stadt GmbH mit der Umsetzung der ausgewählten Planung zur Revitalisierung der Innenstadt von Köln Porz. Umgehend startet die moderne stadt GmbH mit der präzisierenden Planung und Vorbereitung der Umsetzung „Neue Mitte Porz“.

Februar 2016: Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan

Am 18. Februar 2016 findet die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan Revitalisierung Innenstadt Köln Porz statt. Hier wird das zwischenzeitlich weiter ausgearbeitete städtebauliche Konzept für den Friedrich-Ebert Platz vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutieren mit den Fachleuten über die Planungen und bringen ihre Ideen ein.

Die Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung fließen in die weitere Bearbeitung des Bebauungsplans ein.

September 2015: Ratsbeschluss zum Planungskonzept

Im September 2015 beschliesst der Rat der Stadt Köln als Grundlage zur weiteren Entwicklung entsprechend dem Votum von Öffentlichkeit und Bezirkspolitik das städtebauliche Planungskonzept Variante B 1 der Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Innenstadt Köln-Porz. Diese sieht eine städtebauliche Neuordnung des Friedrich-Ebert-Platzes mit drei Baukörpern und Handels- sowie Wohnnutzung vor.

Um das Konzept umzusetzen ist die Schaffung neuen Planrechts erforderlich, so dass in den folgenden Monaten die Neuaufstellung eines Bebauungsplans beschlossen wird.

2014-2015: Erstellung der Machbarkeitsstudie

Die Stadt Köln beauftragt moderne stadt GmbH mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Innenstadt Köln-Porz. Gemeinsam mit JSWD Architekten GmbH & Co. KG werden vier Varianten ausgearbeitet, die sowohl eine Erhalt sowie einen Abriss des ehemaligen Hertie-Kaufhauses betrachten.

Im März 2015 wird die Studie vor Ort vorgestellt und diskutiert. Die Teilnehmenden sprechen sich eindeutig für den Abriss des ehemaligen Hertie-Kaufhauses aus.

2014: Erwerb des Hertie-Gebäudes durch die Stadt Köln

Die Stadt Köln erwirbt das ehemalige Hertie-Kaufhaus, um der fortschreitenden Verödung der Porzer Mitte entgegen wirken zu können. Perspektiven für die Zukunft des Friedrich-Ebert-Platz sollen in einer Studie entwickelt werden.
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